Allgemein

Parte SD Prinz Franz Gèza von und zu Liechtenstein

Mit großer Bestürzung erfuhren wir am 15.01.2026 die Nachricht, dass S.D. Prinz Franz Gèza von und zu Liechtenstein kurz vor seinem 91. Geburtstag verstorben ist. Durchlaucht oder Prinz Franz wie wir ihn in der Firma ansprachen war für uns als Belegschaft der Inbegriff von Demut und Besonnenheit, und trotzdem blickten wir alle mit großem Respekt und Anerkennung zu ihm auf. Er war nie der Mann großer Worte, sehr bescheiden, aber die sporadischen Worte und Anweisungen, die er gab, waren wohlüberlegt und bestimmt. So wusste im Anlassfall ein Jeder was zu tun war.

S.D. Prinz Franz Gèza von und zu Liechtenstein wurde am 19.01.1935 als zweites von vier Kindern geboren und verbrachte seine Kindheit in Hollenegg. Seine Grundschulausbildung absolvierte Prinz Franz zu Hause und maturierte in Vaduz um danach an der technischen Universität in Graz zu inskribieren. Als sein Vater Prinz Alfred von und zu Liechtenstein ihn als betriebliche Unterstützung benötigte, brach Prinz Franz das Studium ab um seinen Vater im elterlichen Betrieb zu unterstützen und schrittweise die Gesamtverantwortung für Forst, Säge, Mohik und den vielen Nebenbetrieben zu übernehmen. Er schaffte es in seiner prägnanten, aber bestimmten Art die Betriebe in wohlüberlegten und effizienten Schritten voranzutreiben und zu wirtschaftlich erfolgreichen und nachhaltig aufgestellten Betrieben zu entwickeln, wobei oft die Langfristigkeit und nicht der kurzfristige Profit in Vordergrund stand. Mit seinem Wirken ermöglichte er vielen Familien aus der Region Arbeit zu finden und somit eine Existenz aufzubauen. Auch in schwierigen Jahren stand Prinz Franz fürs Durchhalten und nicht sofort den Hut zu nehmen, davon haben mit Sicherheit sehr viele Mitarbeiter/innen profitiert. Im Forstbetrieb standen die kontinuierliche Aufschließung des Betriebes mit Forststraßen und die nachhaltige Waldbewirtschaftung im Sinne eines ausgewogenen Wald – Wildverhältnisses im Vordergrund. In seiner Verantwortung konnte er auch einige Grundkäufe tätigen und somit den Forstbetrieb vergrößern. Das war auch die Grundlage für einen bis heute noch großartigen Vorzeigeforstbetrieb. Aber auch in der Säge in Deutschlandsberg und bei der Mohik Wertholz in Frohnleiten erkannte Prinz Franz die Zeichen der Zeit und es wurden strategische Weichen für die Zukunft gestellt. Bei der Säge wandelte man sich von einem von Großhändlern bestimmten Vertrieb im Export zu einem für regionale Kunden tätigen Sägewerk, wo schon früh die Notwendigkeit von kurzen Transportwegen des Rohstoffes zum Endkunden erkannt wurde. Diese Strategie verfolgt das Sägewerk bis heute und man konnte durch stetige Investitionen in den Vertrieb und in die Produktion den Weg zum Komplettanbieter für holzverarbeitende Betriebe gehen. Auch die bis heute bestehende Betriebsfeuerwehr wurde von ihm immer unterstützt und gefördert. Bei der Mohik Wertholz kam ebenso der Weitblick und das Durchhaltevermögen in wirtschaftlich nicht so
rosigen Zeiten zum Tragen. Mit seinem Festhalten an bewährten, aber auch mit dem Weitblick für nötige Weichenstellungen kann auch die Mohik Wertholz in Frohnleiten momentan mit modernen, leistungsfähigen und dem Stand der Technik entsprechenden Imprägnieranlagen von sich behaupten ein Vorzeigebetrieb in der Imprägnierung zu sein.

Mit der Übergabe 2004 an seinen Sohn Alfred zog sich Prinz Franz schrittweise aus dem Tagesgeschäft zurück und überließ die Verantwortung für alle oben beschriebenen Bereiche.

Im Namen aller Mitarbeiter/innen und deren Familien der Liechtenstein’schen Betriebe sagen wir ein aufrichtiges „Vergelt’s Gott“ an Sie Prinz Franz. Sie haben uns jahrzehntelang einen sicheren Arbeitsplatz und damit ein Fundament für eine Existenz gegeben, auch wenn es nicht immer leicht war. Wir werden Sie in unsere Gebete einschließen und die Erinnerung an Sie in unseren Herzen wird für immer weiter leben!

„Leben Sie Wohl“